Business-Schauspiel

Das Kommunikationstraining

Interview 

Annelena Balke im Gespräch mit Tanja Bastian (Coach)

Annelena Balke 01

Was bedeutet Business-Schauspiel

Ich stelle mich als Schauspielerin zur Verfügung, um stellvertretend für deinen Gesprächspartner ein Gespräch mit dir zu führen, um es zu üben. Ich stelle mich als Crash-Test-Dummy zur Verfügung. Das eignet sich für alle Gesprächssituationen, die man sich vorstellen kann. Gerade schwierige und ungewohnte kann man so gefahrlos und effektiv üben.


Warum sollten Unternehmen dich buchen?

Weil ich mit dieser Methode sehr schnell und ohne Umwege an die wesentlichen Punkte komme. Sie ist erlebnisorientiert, und Lernen erfolgt viel schneller und nachhaltiger. Es gibt diesen Shift-Effekt: Du sprichst nicht länger über etwas, du bist mittendrin. Es geht darum, die Erfahrung zu machen, dass du jede Kommunikation stark beeinflussen kannst. Wenn du dir deiner Signale bewusst wirst und wahrnimmst, was du selbst und auch dein Gegenüber sendet, kannst du Kommunikation gestalten und modulieren, also steuern.

„Ich bin beeindruckt von der Methode.“

Für welche Gespräche eignet sich ein Training mit dir?

Personal Coaching
Führungskräftetraining
Mitarbeitergespräche
Bewerbungstraining
Kundenberatertraining


Anne Lena 02

Kannst du in fünf Sätzen beschreiben, was du tust?

Genau zuhören.
Fragen stellen.
Ein Gespräch als Dummy für den Gesprächspartner simulieren.
Feedback geben.
Strategien entwickeln.


In deiner Arbeit geht es viel um Kommunikation. Was ist daran so wichtig?

Kommunikation ist das Verbindungsglied zwischen uns Menschen. Wir können nicht nicht kommunizieren. Deshalb liegt darin auch so ein wahnsinniges Potential, das – obwohl es in aller Munde ist – immer noch unterschätzt wird. Gerade im Arbeitsalltag, in dem es ja in der Regel um funktionales Handeln geht. Deshalb vergessen viele, was Kommunikation für ein mächtiges Instrument ist.

„Ein effektiveres Training kann ich mir nicht vorstellen.“

Business-Schauspiel kennen in Deutschland noch nicht so viele. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Tatsächlich ist eine Trainerin auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich „ihre“ Business-Schauspielerin sein möchte. Ich habe „Ja, sehr gerne!“ gesagt. Seitdem arbeiten wir zusammen. Es ist die logische Synthese meiner Professionen: Ich bin Diplom-Pädagogin mit einer therapeutischen Zusatzausbildung als systemische Beraterin. Und ich bin Diplom-Theaterpädagogin. Ich kann mich sehr gut und schnell in andere Menschen einfühlen, ich verfüge über den Ausdruck, diese „spielen“ zu können und ich kann fundiertes und differenziertes Feedback geben.


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Was sind deine Erfahrungen damit?

Die meisten sind recht aufgeregt zu Beginn der Arbeit, egal ob Mitarbeiter oder Führungskräfte. Genau da fängt es an, spannend zu werden. Sie kommen aus ihrer Komfortzone heraus. Sie trauen sich etwas. Sie lassen sich in die Karten schauen. Sie machen sich angreifbar. Und die Erfahrung ist immer dieselbe: Es ist nicht schlimm, Fehler zu machen. Die gehören zum Lernprozess dazu. Und: Es gibt noch Luft nach oben. Es gibt wirklich Entwicklungspotential. Das erleichtert und macht Spaß. Die meisten sind beeindruckt von der Methode. Weil sie um vieles effektiver ist als jede Theorie.


Was ist der Unterschied zwischen Rollenspiel und Business-Schauspiel?

Rollenspiel ist im Unternehmenskontext ein Unwort. Jeder, der das hört, hat schon schlechte Erfahrungen damit gemacht. Wie unangenehm, in die Rolle eines Kollegen zu schlüpfen etc. …
Ich als Außenstehende habe damit keinerlei Probleme. Ich kann professionell jemanden spielen, den ich nicht kenne, ohne befangen zu sein. Und ich gebe professionelles Feedback, ohne befangen zu sein.

„Ich habe selten so viel gelacht UND gelernt.“

Auch wenn deine Arbeit sehr praktisch ist, gibt es Theorien, die dich leiten?

Wenn ich es nicht schaffe, das Vertrauen meiner Kunden zu gewinnen, dann habe ich keine Chance. Das bedeutet, dass mein Fokus erst mal eine angenehme, humorvolle, aber auch ernsthafte Atmosphäre ist. Die zentrale Frage ist: Wann lernt der Mensch? Es gibt unzählige Untersuchungen dazu, dass Menschen über Erfahrung lernen, nicht über Theorien. Oder hast du deinen Führerschein am Schreibtisch gemacht?
Ein weiterer Punkt ist natürlich, dass Kommunikation nicht nur verbal abläuft. Wir wissen ja inzwischen, dass die nonverbalen Botschaften viel mächtiger sind.


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Was machst du, wenn du nicht als Business-Schauspielerin arbeitest?

Ich leite seit acht Jahren den Fachbereich Schauspiel an der Musik- und Kunstschule in Bielefeld. Da bringe ich mit meinen Gruppen immer wieder Theaterstücke auf die Bühne, was mir großen Spaß macht. Ich genieße die Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden oder gehe mit meinem Hund in den Wald.


Was wärst du geworden, wenn du nicht beim Schauspiel gelandet wärst?

Musik-Journalistin, Fotografin, Familientherapeutin – oder ich hätte in einer Pflegestation für wilde Tiere gearbeitet. Elefanten und Löwen faszinieren mich sehr.

Profil 

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Annelena Balke ist 1970 in Bielefeld geboren. Sie ist mit drei älteren Brüdern aufgewachsen und hat so von klein auf gelernt, in „Gruppen“ zu agieren. Sie hat zwei Kinder und einen Hund.

Ihr Studium der Erziehungswissenschaften in Bielefeld und Hamburg hat sie mit einem Studium der Theaterpädagogik in Lingen vertieft. Sie verbrachte viel Zeit in der freien Theaterszene. Ebenso war sie seit ihrem Studium von der Psychologie fasziniert und der Frage: „Wie kann ich dieses Wissen anwenden?“ Sie ließ sich zur systemischen Beraterin ausbilden.

Als Pädagogin hat sie sich unter anderem in einem Projekt für Minderjährige auf dem Straßenstrich im Hamburger Stadtteil St. Georg eingesetzt. Sie war viele Jahre in der Familien- und Jugendhilfe tätig. Dort hat sie sowohl Hochrisiko-Familien betreut als auch „gescheiterte“ Jugendliche auf dem Weg zurück ins Leben begleitet.

Als systemische Beraterin hat sie lange in einer Familienberatungsstelle gearbeitet. Als Schauspielerin, Theaterpädagogin und Regisseurin war sie in Hamburg am Thalia-Theater sowie im Lichthof-Theater tätig, in Osnabrück gründete sie ein Theateratelier, in Bielefeld baute sie an der Musik- und Kunstschule die Sparte Schauspiel auf, die sie seit 2010 leitet.

Ihre Arbeit in Unternehmen startete 1990 mit der Gründung des Unternehmenstheaters „business in szene“. 2000 hat sie ihr Portfolio um die Tätigkeit der Business-Schauspielerin erweitert. Hier verbindet sie ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichen Bereichen.

0160 854 11 42

Referenzen 

Arbeit und Leben e.V.
Creme Double
Divicor GmbH
experiMINT e.V.
Fachhochschule der Diakonie
Kreis Lippe
Mädchenhaus Bielefeld
MOVE ginko-Stiftung
Prepacgroup Holding GmbH
Stadt Bielefeld
Stadtverwaltung Herford
Landratsamt Northeim
Cabelo Friseur
YoungProAkademy e.K.
Demag Cranes GmbH
GeBauTec GmbH
Pandion AG
Glunz AG
TPW gGmbH Osnabrück
Universität Bielefeld
VHS Bielefeld
VHS Osnabrück
Wingas GmbH
Womnet Lippe